Smart Health: Digitalisierung rückt Patienten in den Mittelpunkt

Die Digitalisierung hält Einzug in viele Lebensbereiche und führt zu grundlegenden Veränderungen: Smarte Assistenten, sog. Chat-Bots (von engl. Robots), kümmen sich um unsere Alltagsprobleme, finden Antworten und Lösungen für fast jede Fragestellung, sind rundum die Uhr an jedem Tag in der Woche erreichbar und lassen sich von realen Menschen kaum mehr unterscheiden. Auch den Gesundheitsbereich werden sie grundlegend verändern, "Ärzte werden nicht ersetzt, aber ihr Alltag wird ganz anders aussehen, als heute." Dass der Patient dabei gewinnt, hält Dr. Ursula Kramer für denkbar. Beim UBS Women`s Executive & Entrepreneur Forum 2016 in Frankfurt erklärte die Expertin für digitale Gesundheit warum: Routineaufgaben können Robots viel schneller und präziser erledigen als Ärzte. Das kann neue Freiräume schaffen und Ärzte zurück zum Ursprung der ärztlichen Heilkunst führen. Therapieerfolge werden entscheidend von der Empathie und den Kommunikationsfähigkeiten des Behandlers bestimmt. Gerade weil der technische Fortschritt eine nie dagewesene Vielfalt diagnostischer und therapeutischen Möglichkeiten hervorbringt, brauchen Patienten zukünftiger mehr denn je verantwortlich handelnde, vertrauenswürdige Ärzte, die sie durch den Dschungel hindurchführen. Diese komplexen Interaktionsprozesse zwischen Arzt und Patient lassen sich auch zukünftig nicht von Maschinen steuern. Auch wenn sie mit einer großen Portion künstiglicher Intelligenz (KI) ausgesattet sind, können sie das Fehlen menschlicher Intuition nicht kompensieren.

UBS Women`s Executive & Entrepreneur Forum 2016: KI und Big Data - Mehrwert oder Manipulation? am 22.09.2016 in Frankfurt.
Gesundheit neu denken: Smart Health - Digitale Disrupition als Chance, Vortrag von Dr. Ursula Kramer, Healthon e. V., sanawork Gesundheitskommunikation, Freiburg

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