Was macht die Top-Ernährungs-Apps so beliebt?

Ernährungsmedizin Würzburg

Die Folgen von ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung führen zu erheblichen Krankheitskosten in allen Industrienationen weltweit. In Deutschland sind 59 % der Männer und 37 % der Frauen übergewichtig (1). Die Tatsache, dass fast jeder Erwachsene mittlerweile ein Smartphone mit sich führt und  darüber theoretisch rund um die Uhr erreichbar ist, weckt große Hoffnungen. Können Ernährungs-Apps das Ernährungsverhalten breiter Bevölkerungsschichten verbessern, können sie als smarte Alltagshelfer dazu beitragen, das Essverhalten nachhaltig zu verändern?

  • Das Interesse an Ernährungs-Apps ist groß, in keinem anderen Anwendungskontext werden Apps so häufig heruntergeladen.
  • Es gibt Ernährungs-Apps die weltweit über 50 Millionen Nutzer erreichen. Was können diese Apps, welche Unterstüztungsangebote bieten sie ihren Nutzern?
  • Wie schneiden Ernährungs-Apps ab, wenn man sich die Güte der Ernährungsempfehlungen anschaut oder die Sicherheit der Nutzerdaten?

Die rund 500 Teilnehmer der 38. Fortbildungsveranstaltung "Ernährungsmedizin und Diätetik" informierten sich in Würzburg aus erster Hand bei der Digital Health Expertin Dr. Ursula Kramer (2). Zusammen mit dem Team von HealthOn hat sie das Angebot für deutschsprachige Verbraucher unter die Lupe genommen und in ihrem Vortrag das Wissen zu den über 50 untersuchten Ernährungs-Apps dargestellt (2,3). "Das Interesse an Ernährungs-Apps wird weiter zunehmen," prognostiziert Dr. Kramer. "Das Kalorienzählen und das Aufschlüsseln der Nahrungsbestandteil wird mit Hilfe von Apps vermtutlich deutlich einfacher werden."
Apps, die die Mahlzeiten anhand von Fotos analysieren gibt es bereits, zum Teil liegen Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation vor (4). Nicht nur für die vielen Abnehmwilligen, sondern z. B. auch für insulinpflichtige Diabetiker könnte diese Apps den Alltag stark erleicherten, wenn z. B. der Kohlehydratanteil einer fotographierten Mahlzeit von der App direkt angezeigt wird.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: So dick war Deutschland noch nie. 13. Ernährungsbericht, Febr. 2017
  2. 38. Fortbildungsveranstaltung "Diätetik und Medizin", 21.03.2018, Würzburg. Vortrag: Wie gut sind Ernährungs-Apps?, Dr. Ursula Kramer
  3. Marktstudie Ernährungs-Apps, März 2018
  4. Ernährungs-Apps: Wir gut sind sie? HealthOn, März 2018

 

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