Adhärenzhilfen oder Datenkraken?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist verknüpft mit hohen Erwartungen. Im Bereich der Therapieadhärenz, wo das Ausgangsniveau schlecht ist, in vielen Anwendungsgebieten wird die Non-Adhärenz auf 50 Prozent geschätzt, sowie auf dem Gebiet der Pharmakovigilanz, wo die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen riesig ist, könnte der Einsatz von digitalen Anwendungen deutliche Verbesserungen mit sich bringen.

Im Interdisziplinären Symposium "Polypharmazie" zeigte Dr. Ursula Kramer, Apothekerin und Digital Health Expertin, was heute schon möglich ist, und warum die Companion-Apps, die als digitale Symptomtagebücher und als lebensstilverändernde Coaches angeboten werden, noch immer unter ihren potentiellen Möglichkeiten bleiben. Sie stellt am Beispiel eines Startups auf dem Gebiet der Pharmakovigilanz vor, wie der Meldeprozess vereinfacht werden kann, so dass auch Patienten mehr Daten zur Sicherheit von Arzneitmitteln beisteuern können und sich so die Datenbasis möglicherweise verbessern kann.

Quelle: 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Mannheim. Online-Mitschnitt des Vortrages: Polypharmazie: Health Apps, Dr. Ursula Kramer, Apothekerin, sanawork Gesundheitskommunikation, HealthOn e. V. Videoaufzeichnung

 

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